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CFTC-Personal musste Meldung zu Ölgeschäften vor Iran-Post zurückziehen

Analysten der US-Aufsicht für Rohstoffterminmärkte (CFTC) meldeten laut Bloomberg Öl-Terminverkäufe, die Minuten vor Präsident Trumps Ankündigung einer Angriffspause gegen iranische Energieanlagen getätigt wurden. Ein leitender Berater des Behördenchefs wies die Mitarbeiter danach an, ihre Weiterleitung an die Vollzugsabteilung zurückzuziehen. Kein Händler wurde identifiziert, niemand wurde angeklagt.

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Redaktionelle Illustration: Bildschirme einer Marktüberwachung vor Tagesanbruch mit einem steil fallenden Ölpreis, eine Akte wird über den Tisch zurückgezogen, dahinter die Silhouette Washingtons.
KI-generierte redaktionelle Illustration. Sie zeigt kein tatsächliches Ereignis und keine reale Person. — Illustration: The Ledgers

Die Dokumentation

Mitarbeiter der US-Aufsicht für Rohstoffterminmärkte (CFTC), die am Morgen des 23. März 2026 einen sprunghaften Handel mit Rohöl-Futures gemeldet hatten, wurden später angewiesen, ihre Weiterleitung an die Juristen der Vollzugsabteilung zurückzuziehen. Das berichtete Bloomberg am 13. Oktober. Laut Bloomberg kam die Anweisung von Mel Gunewardena, einem leitenden Berater von CFTC-Chef Michael Selig.

Die Geschäfte wurden gegen 6.49 Uhr US-Ostküstenzeit getätigt, rund 15 Minuten bevor Präsident Donald Trump erklärte, er verschiebe „alle militärischen Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage“ – so wird der Wortlaut in einem späteren Brief von US-Senatoren zitiert. Nach dem Post fielen die Ölpreise deutlich.

Was die Analysten meldeten

Händler verkauften innerhalb von etwa zwei Minuten Brent- und WTI-Kontrakte. Eine zuerst von der Financial Times veröffentlichte Berechnung beziffert das Volumen auf etwa 6.200 Kontrakte im Wert von rund 580 Millionen Dollar, entsprechend mindestens 6 Millionen Barrel. Analysten der Marktaufsicht der CFTC leiteten den Vorgang an die Vollzugsabteilung weiter, laut Bloomberg ein übliches Verfahren.

Ein ähnliches Muster wurde für den 7. April berichtet: Laut einem Brief der Senatoren Elizabeth Warren und Sheldon Whitehouse vom 9. April setzten Händler wenige Stunden vor der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe mit Iran rund 950 Millionen Dollar auf fallende Ölpreise.

Der Rückzug

Laut Bloomberg wies Gunewardena, ein früherer Manager von Goldman Sachs und State Street, der wenige Wochen zuvor zur Behörde zurückgekehrt war, eine Führungskraft der Marktaufsicht an, die Weiterleitung zurückzuziehen, und bildete ein eigenes Team für eine neue Analyse. Ein Behördenvertreter sagte Bloomberg, die ursprüngliche Arbeit sei auf die USA beschränkt gewesen, eine breitere internationale Prüfung sei nötig. Bis Juli hatte diese Führungskraft die CFTC verlassen; ob weitere Abgänge damit zusammenhingen, ist unklar.

Bloomberg berichtet, die Vollzugsabteilung prüfe den Handel vom März weiterhin, und das Justizministerium habe eine parallele Ermittlung eingeleitet. Aitan Goelman, ein früherer Vollzugsdirektor der CFTC, sagte Bloomberg, ein solcher Schritt sei früher „nie“ vorgekommen.

Druck aus dem Kongress

Warren und Whitehouse forderten die CFTC in ihrem Aprilbrief zu Ermittlungen auf. Am 27. Mai verlangte Senator Raphael Warnock gemeinsam mit den Senatoren Amy Klobuchar, Elissa Slotkin, Cory Booker und Ben Ray Luján eine öffentliche Zwischenbilanz und ein Briefing bis zum 15. Juni; sie verwiesen auf die Anti-Manipulationsregel der CFTC, 17 CFR 180.1. Selig hatte am 16. April vor dem Landwirtschaftsausschuss des Repräsentantenhauses erklärt: „Wir werden Sie finden, und Sie werden die volle Härte des Gesetzes spüren.“

Die Stellungnahmen

Ein CFTC-Sprecher sagte: „Die CFTC bestätigt oder dementiert keine Ermittlungen.“ Die von The Ledgers ausgewerteten Wiedergaben des Bloomberg-Berichts enthalten keine Stellungnahme Gunewardenas. Ein Sprecher des Weißen Hauses hatte Andeutungen über Spekulationsgewinne zuvor als „haltlos und unverantwortlich“ bezeichnet.

Offene Fragen

Warum wurde eine routinemäßige Weiterleitung zurückgezogen, statt von der Vollzugsabteilung geprüft zu werden? Ist die neue Analyse abgeschlossen, und wird sie dem Kongress vorgelegt, wie die Senatoren verlangen? Und wer gab die Orders vom 23. März auf?

Kein Händler und keine Firma wurde öffentlich identifiziert, und keine Behörde hat jemandem Handel mit nicht öffentlichen Informationen vorgeworfen. Ungewöhnliches Timing allein belegt kein Fehlverhalten. Die von Bloomberg berichteten Ermittlungen haben bislang zu keinen öffentlichen Ergebnissen oder Anklagen geführt.

Auf Grundlage von Berichten von: Bloomberg · 13. Oktober 2026; Financial Times · Berechnung des Handelsvolumens; CFTC · Aussage von Chairman Michael S. Selig vor dem Landwirtschaftsausschuss des Repräsentantenhauses · 16. April 2026; Senatoren Warren und Whitehouse · Brief an die CFTC zum Ölterminhandel · 9. April 2026; Senator Warnock und Kollegen · Brief an die CFTC · 27. Mai 2026; US-Bundesverordnungen · 17 CFR 180.1.

Quelldokumente

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  1. Bloomberg · 13. Oktober 2026Kein öffentlicher Link angegeben
  2. Financial Times · Berechnung des HandelsvolumensKein öffentlicher Link angegeben
  3. CFTC · Aussage von Chairman Michael S. Selig vor dem Landwirtschaftsausschuss des Repräsentantenhauses · 16. April 2026cftc.gov
  4. Senatoren Warren und Whitehouse · Brief an die CFTC zum Ölterminhandel · 9. April 2026banking.senate.gov
  5. Senator Warnock und Kollegen · Brief an die CFTC · 27. Mai 2026warnock.senate.gov
  6. US-Bundesverordnungen · 17 CFR 180.1ecfr.gov

Dossier-Aktualisierungen

  1. Erstveröffentlichung

    Bericht veröffentlicht

  2. Status aktualisiert

    Recherche läuft

    Redaktioneller Recherchestatus erfasst.

Redaktioneller Hinweis

Dieses Recherche-Briefing fasst den Bloomberg-Bericht vom 13. Oktober 2026, eine von der Financial Times veröffentlichte Volumenberechnung und die zitierten amtlichen Dokumente zusammen. The Ledgers hat die beschriebenen internen CFTC-Unterlagen nicht gesehen und nicht unabhängig geprüft. Kein Händler wurde identifiziert. Die Illustration ist KI-generiert und zeigt kein tatsächliches Ereignis und keine reale Person.

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